Beschreibung
Radix rusci conc.
Mäusedorn
Familie: Spargelgewächse
Wissenschaftlicher Name: Ruscus aculeatus
Volkstümliche Namen: Dornmyrte, Stechmyrte, Mäusedornwurzel, Metzgerbesen
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock, Wurzeln
Inhaltsstoffe: Steroidsaponine (u. a. Ruscogenin), Flavonoide, Bitterstoffe, Harze, ätherische Pflanzenstoffe
Herkunft und Wissenswertes:
Der Mäusedorn ist eine außergewöhnliche Pflanze des Mittelmeerraums und wächst bevorzugt in trockenen Wäldern und buschigen Landschaften Südeuropas. Mit seinen dunkelgrünen, festen Trieben und den spitzen „Blättern“ wirkt er fast ein wenig wie eine Mischung aus Busch und Stechpalme.
Botanisch betrachtet sind diese scheinbaren Blätter allerdings gar keine echten Blätter, sondern sogenannte Scheinblätter (Cladodien). Die eigentlichen Blätter des Mäusedorns sind winzig klein und kaum sichtbar – ein faszinierender Trick der Natur, um Wasser zu sparen.
Besonders auffällig sind die leuchtend roten Beeren, die direkt mitten auf den grünen Scheinblättern wachsen. Dadurch wirkt die Pflanze im Winter besonders dekorativ und wird bis heute gerne für Kränze oder winterliche Dekorationen verwendet.
Seinen Namen „Mäusedorn“ verdankt die Pflanze vermutlich ihren spitzen Trieben, die früher genutzt wurden, um Vorratskammern vor Mäusen zu schützen. Daher stammt auch der englische Name „Butcher’s Broom“ – Metzgerbesen. Früher banden Metzger die festen Zweige tatsächlich zu kleinen Besen zusammen.
Der Mäusedorn wächst sehr langsam und bleibt dabei erstaunlich robust. Selbst trockene Sommer und nährstoffarme Böden machen ihm wenig aus. Gerade dadurch wirkt die Pflanze so ursprünglich und widerstandsfähig.
Ich persönlich finde Mäusedorn unglaublich spannend, weil er auf den ersten Blick fast künstlich aussieht – besonders mit den roten Beeren mitten auf den grünen „Blättern“. Eine Pflanze, bei der man automatisch genauer hinschaut.
Der Mäusedorn verbindet mediterrane Wildheit mit einer fast mystischen Optik und gehört definitiv zu den ungewöhnlichsten Pflanzen Europas.
„Mäusedorn – stachelig, geheimnisvoll und voller mediterraner Waldmagie.“
Zubereitung:
Für 1 Tasse werden 1EL geschnittene Mäusedornwurzel mit 250 ml Wasser kurz aufgekocht und anschließend etwa 10 Minuten ziehen gelassen. Danach abseihen und warm genießen.
Inverkehrbringer:
Kräuter- und Reformhaus Klocke GmbH
Kopstadtplatz 7
45127 Essen
(Text: Christin Grieger© 20.05.2026)



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Verwende die Kräuter zum Räuchern
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