Beschreibung
Flores spiraeae ulmariae conc.
Ulmenspierblüte
Filipendula ulmaria
Rosengewächse
Wissenschaftlicher Name: Spiraea ulmaria
Volkstümlicher Name: Beinkraut, Geissbart, Spierstaude, Wiesenkönigin, Wilder Flieder, Krampfkraut, Wiesengeißbart, Ulmenspierblüte
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter, Wurzel
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Salizylsäureverbindungen, Heliotropin, Vanillin, Zitronensäure, Gerbsäure, Gaultherin, Kieselsäure, Terpene, Wachs, Fett
Herkunft und Wissenswertes:
Mädesüß gehört zu den elegantesten Wildpflanzen unserer heimischen Wiesenlandschaften. Die Pflanze wächst bevorzugt an feuchten Standorten wie Bachufern, Gräben oder sumpfigen Wiesen und kann dort beeindruckend hoch werden. Im Sommer bilden sich ihre cremeweißen, schaumartig wirkenden Blütenstände, die schon von Weitem auffallen.
Besonders charakteristisch ist ihr Duft: süßlich, weich und leicht mandelartig. Genau diesem intensiven Aroma verdankt das Mädesüß vermutlich auch seinen Namen. Früher wurden die Blüten verwendet, um Räume zu beduften oder Getränken eine besondere Note zu verleihen.
Spannend finde ich, dass Mädesüß bereits lange vor der modernen Aromatisierung genutzt wurde. Die Blüten dienten früher beispielsweise zum Verfeinern von Met, Wein oder Bier. In manchen Regionen streute man die duftenden Blüten sogar auf Böden bei Festen oder Hochzeiten.
Botanisch gehört Mädesüß zur Familie der Rosengewächse und ist damit verwandt mit vielen bekannten Pflanzen wie Apfel, Erdbeere oder Frauenmantel. Trotz seiner filigranen Erscheinung ist es eine erstaunlich robuste Wildpflanze.
Im Hochsommer summt und lebt es rund um das Mädesüß: Zahlreiche Insekten besuchen die nektarreichen Blüten, die wie kleine cremefarbene Wolken über den Wiesen schweben.
Ich persönlich finde Mädesüß unglaublich romantisch – wenn die Pflanzen am Wasser stehen und sich im Wind bewegen, wirkt es fast ein wenig wie eine Szene aus einem alten Märchen.
Die Pflanze wurde früher übrigens auch „Wiesenkönigin“ genannt – ein Name, der perfekt zu ihrer eleganten Erscheinung passt.
„Mädesüß – duftend wie ein Sommertag auf einer wilden Blumenwiese.“
Zubereitung:
Für 1 Tasse werden 1–2 TL Mädesüßkraut mit 250 ml heißem Wasser übergossen und etwa 8–10 Minuten ziehen gelassen. Anschließend abseihen und warm genießen.
Hinweis:
Personen mit einer Empfindlichkeit gegenüber Salicylaten sollten vorsichtig sein.
Inverkehrbringer:
Kräuter- und Reformhaus Klocke GmbH, Kopstadtplatz 7, 45127 Essen
(Text: C.Grieger © 26.08.24)



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