Beschreibung
Koreanischer Ginseng
Familie: Araliengewächse
Wissenschaftlicher Name: Panax Ginseng
Volkstümliche Namen: Allheilkraut, Samwurzel, Gilgen, Kraftwurz
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Panaxsäure, Panacen (ähterisches Öl), Vitamin B1 und B2, östrogene Stoffe, Panaquilon (Glykosid), Ginsenin (Glykosid), Schwefel
Herkunft und Wissenswertes:
Für hochwertige Ginseng-Präparate wird vor allem der koreanische Ginseng (Panax ginseng C.A. Meyer) verwendet. Er wächst in Korea und der südlichen Mandschurei unter optimalen Klima- und Bodenbedingungen.
Aufgrund ihrer menschenähnlichen Form wird die Ginsengwurzel auch „Menschenwurzel“ genannt. Der Name leitet sich vom chinesischen „ren“ (Mensch) und „shen“ (Wurzel) ab. Seit Jahrtausenden ist Ginseng ein zentraler Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin und gilt als eine der wertvollsten Heilpflanzen Asiens. Besonders schöne Wurzeln erzielen hohe Preise und werden traditionell als Symbol für Gesundheit aufbewahrt.
Bereits vor über 2.000 Jahren beschrieb der chinesische Kaiser und Heilkundler Shen Nung die vielfältigen Wirkungen von Ginseng auf Körper und Geist.
Der Anbau ist sehr aufwendig: Die Pflanzen wachsen unter schattenspendenden Bedingungen, werden nach drei Jahren umgesetzt und erst nach insgesamt etwa sechs Jahren von Hand geerntet. Danach muss sich der Boden lange regenerieren.
Was ist denn am Ginseng so besonders?
„Das Stichwort lautet: Adaptogene.“
Adaptogene sind eine einzigartige Klasse von Heilpflanzen und von den weitreichend erforschten Ginsenosiden weiß man, dass sie sowohl anregende als auch beruhigende Eigenschaften haben. Sie helfen dem Körper, seine Funktionen im Gleichgewicht zu halten und sich besser an Belastungen anzupassen. Während einige Ginsenoside den Stoffwechsel und das Leistungsvermögen anregen, fördern andere Entspannung und innere Ruhe. So gibt die Wurzel genau das, was in der jeweiligen Situation gebraucht wird – eine Kombination zur Stärkung des Körpers in Stresssituationen.
Adaptogene normalisieren Körperfunktionen unter Stressbelastungen und steigern die Widerstandsfähigkeit. Adaptogene besitzen immer ein Spektrum von Wirkstoffen, in dem sich – isoliert betrachtet – Einzelstoffe befinden, die einen spezifischen Effekt auslösen, zum Beispiel eine Blutdruckerhöhung, und andere, die genau das Gegenteil, nämlich eine Blutdrucksenkung, bewirken. Der Organismus wird also abhängig von der Belastung entweder in die eine oder andere Richtung „geschoben“.
Und wo ist der Unterschied? Es gibt Weißen und roten Ginseng?
Ich empfehle roten Ginseng, da er die stärkste und deutlich spürbare Wirkung hat. Durch ein traditionelles Dampfverfahren wird die Wurzel chemisch verändert: Die Ginsenoside (Wirkstoffe) werden in ihrer Zusammensetzung optimiert, wodurch die bioaktive Wirkung steigt. Gleichzeitig färbt sich die ursprünglich helle Wurzel rot.
Diese Methode entstand vermutlich während der Ming-Dynastie, als man nach Möglichkeiten suchte, Ginseng haltbarer zu machen. Dabei wurde zufällig entdeckt, dass das Dämpfen und anschließende Trocknen nicht nur konserviert, sondern die Wirkung sogar verstärkt. Es handelt sich also um eine echte Transformation auf molekularer Ebene.
Adaptogene wie Ginseng stärken die Widerstandskraft des Körpers gegenüber:
- Umweltstress (z. B. Hitze, Kälte, Schadstoffe)
- emotionalem Stress (z. B. Angst, depressive Verstimmungen)
- körperlicher Belastung (z. B. Sport, Training )
Dosierung: Nehmen Sie 2 x täglich einen halben Teelöffel Ginsengwurzelpulver ( ca. 1 Gramm ) pur oder in einem Getränk Ihrer Wahl ( Tee, Fruchtsaft oder Wasser ) ein, vorzugsweise nach dem Frühstück.
Einnahmeempfehlung Wurzelstücke: 100g mit 32%igem Alkohol ansetzen und 2 Wochen ziehen lassen. Anschließend abseihen durch ein Baumwolltuch und täglich 1-2TL pur oder in Wasser einnehmen.
Inverkehrbringer: Kräuter- und Reformhaus Klocke GmbH Kopstadtplatz 7 45127 Essen
(Text: Christin Grieger© 16.10.2025)



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