Beschreibung
Herba aegopodii conc.
Giersch / Geißfuß
Familie: Rosengewächse
Wissenschaftlicher Name: Aegopodium podagraria
Volkstümlicher Name: Zipperleinskraut, Podagrakraut, Dreiblatt, Geißfuß, Girsch, Gichtkraut, Baumtropf, Hühnerdarm
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut, junge Triebe, Wurzel
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Flavonoide, Vitamin C, Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Eisen), Carotinoide, Polyine, Bitterstoffe
Herkunft und Wissenswertes:
Der Giersch ist in Europa und Asien weit verbreitet und gehört zu den häufigsten Wildkräutern der Nordhalbkugel. Er wächst bevorzugt in schattigen, nährstoffreichen Lagen wie Gärten, Hecken, Waldrändern und unter Sträuchern. Aufgrund seiner starken Ausbreitungskraft gilt er im Gartenbau oft als „Unkraut“, ist jedoch eine äußerst wertvolle Heil- und Nahrungspflanze.
Bereits im Mittelalter wurde Giersch in Klostergärten kultiviert und geschätzt. Sein botanischer Name podagraria weist auf seine traditionelle Verwendung bei Gicht (Podagra) hin. In der Volksmedizin wurde er besonders zur Linderung von Gelenkbeschwerden und zur Förderung der Ausscheidung eingesetzt.
Neben seiner medizinischen Nutzung ist Giersch auch ein beliebtes Wildgemüse. Die jungen Blätter haben einen milden, leicht petersilienartigen Geschmack und können roh oder gekocht verzehrt werden.
Auch heute wird Giersch in der Naturheilkunde vor allem als stoffwechselanregendes, entzündungshemmendes und harntreibendes Mittel geschätzt. Er wird gern zur Unterstützung von Entgiftungskuren getrunken.
Zubereitung:
Für 1 Tasse werden 250 ml kochendes Wasser auf 1 EL getrocknetes Gierschkraut gegossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Anschließend abseihen und 1–3 Tassen täglich trinken.
Inverkehrbringer:
Kräuter- und Reformhaus Klocke GmbH
Kopstadtplatz 7
45127 Essen
(Text: Christin Grieger © 24.04.2026)



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