Beschreibung
Herba matricariae parthenii conc.
Mutterkraut
Familie: Korbblütler
Wissenschaftlicher Name: Tanacetum parthenium
Volkstümliche Namen: Falsche Kamille, Zierkamille, Mutterkamille, Fieberkraut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Sesquiterpenlactone (u. a. Parthenolid)
Herkunft und Wissenswertes:
Das Mutterkraut stammt ursprünglich aus Südosteuropa und dem östlichen Mittelmeerraum. Schon vor Jahrhunderten fand die Pflanze ihren Weg in Kloster- und Bauerngärten, wo sie aufgrund ihrer langen Blütezeit und ihres angenehmen Erscheinungsbildes geschätzt wurde.
Auf den ersten Blick erinnert Mutterkraut an eine kleine Kamille. Bei genauerem Hinsehen fallen jedoch die etwas dichteren Blütenköpfchen und die kräftig gefiederten, hellgrünen Blätter auf. Von Juni bis weit in den Herbst hinein schmückt sich die Pflanze mit zahlreichen weiß-gelben Blüten, die Beete und Kräutergärten aufhellen.
Besonders spannend finde ich ihren Duft: Zerreibt man die Blätter zwischen den Fingern, entfaltet sich ein kräftiges, würziges Aroma, das viele Menschen entweder sofort lieben oder überraschend intensiv finden. Gerade dieser charakteristische Duft macht die Pflanze unverwechselbar.
Der botanische Name parthenium leitet sich vermutlich vom griechischen Wort „parthenos“ ab, was „Jungfrau“ bedeutet. Einer alten Überlieferung zufolge soll die Pflanze bereits im antiken Griechenland bekannt gewesen sein und rund um den Parthenon in Athen gewachsen sein. Ob die Geschichte stimmt, weiß heute niemand genau – schön ist sie dennoch.
Mutterkraut ist außerdem eine ausgesprochen pflegeleichte Gartenpflanze. Hat sie einmal einen passenden Standort gefunden, sät sie sich oft selbst aus und erscheint Jahr für Jahr an neuen Stellen im Beet. Dadurch wirkt ein Garten schnell natürlich und lebendig.
Ich persönlich mag Mutterkraut besonders wegen seiner fröhlichen Blüten. Sie erinnern mich an kleine Sonnenstrahlen und bringen selbst an grauen Tagen etwas Helligkeit ins Kräuterbeet. Zudem werden die Blüten gerne von Bienen, Schwebfliegen und anderen Bestäubern besucht.
Mit seiner langen Geschichte, den leuchtenden Blüten und seinem würzigen Duft gehört Mutterkraut zu den klassischen Kräutern europäischer Gärten.
„Mutterkraut – ein Meer aus kleinen Blütensternen voller Gartencharme und Tradition.“
Zubereitung:
Für 1 Tasse werden 1–2 TL getrocknetes Mutterkraut mit 250 ml heißem Wasser übergossen und etwa 8–10 Minuten ziehen gelassen. Anschließend abseihen und genießen.
Inverkehrbringer:
Kräuter- und Reformhaus Klocke GmbH
Kopstadtplatz 7
45127 Essen
(Text: C.Grieger © 30.05.2023)



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