Beschreibung
Folia neem conc.
Neemblätter
Familie: Mahagonigewächse
Wissenschaftlicher Name: Azadirachta indica
Volkstümliche Namen: Neembaum, Niembaum, Indischer Flieder, Margosa-Baum
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe (u. a. Azadirachtin), Flavonoide, Gerbstoffe, ätherische Pflanzenstoffe, Mineralstoffe
Herkunft und Wissenswertes:
Der Neembaum stammt ursprünglich aus Indien und gilt dort seit Jahrtausenden als eine der bekanntesten Nutzpflanzen überhaupt. Er wächst auch unter extremen Bedingungen, verträgt große Hitze, lange Trockenperioden und nährstoffarme Böden. Ausgewachsene Bäume können über 20 Meter hoch werden und ein Alter von mehreren Jahrhunderten erreichen.
In Indien wird der Neembaum oft als „Dorfapotheke“ oder „Wunderbaum“ bezeichnet. Doch auch unabhängig von seiner traditionellen Verwendung ist er eine bemerkenswerte Pflanze. Kaum ein anderer Baum wird so vielseitig genutzt: Von den Blättern über die Samen bis hin zur Rinde findet nahezu jeder Pflanzenteil Verwendung.
Besonders spannend ist die natürliche Widerstandskraft des Neembaums. Seine Inhaltsstoffe dienen der Pflanze als Schutz vor zahlreichen Fraßfeinden. Deshalb wird Neem seit langer Zeit auch im Gartenbau geschätzt und findet dort vielfältige Anwendungen.
Die gefiederten, sattgrünen Blätter verleihen dem Baum eine elegante Erscheinung. In seiner Heimat spendet er angenehmen Schatten und ist oft ein beliebter Treffpunkt in Dörfern und Städten. Gerade während der heißen Jahreszeit wird seine ausladende Krone sehr geschätzt.
Der botanische Name Azadirachta stammt aus dem Persischen und bedeutet sinngemäß „edler Baum“. Betrachtet man seine lange Kulturgeschichte, erscheint diese Bezeichnung durchaus passend.
Ich persönlich finde faszinierend, wie anpassungsfähig der Neembaum ist. Während viele Pflanzen unter extremer Hitze leiden, gedeiht er selbst unter schwierigen Bedingungen und bleibt dabei das ganze Jahr über grün.
Heute wird Neem weltweit kultiviert und wächst längst nicht mehr nur in Indien. In tropischen und subtropischen Regionen findet man ihn inzwischen auf mehreren Kontinenten.
Neemblätter verbinden jahrtausendealte Kulturgeschichte mit der beeindruckenden Widerstandskraft eines Baumes, der selbst unter schwierigsten Bedingungen gedeihen kann.
„Neem – ein Baum der Sonne, gewachsen zwischen Tradition, Beständigkeit und tropischer Lebenskraft.“
Zubereitung:
Für 1 Tasse werden ½–1 TL getrocknete Neemblätter mit 250 ml heißem Wasser übergossen und etwa 5–10 Minuten ziehen gelassen. Anschließend abseihen und genießen.
Hinweis:
Neemblätter besitzen einen ausgeprägt bitteren Eigengeschmack.
Inverkehrbringer:
Kräuter- und Reformhaus Klocke GmbH
Kopstadtplatz 7
45127 Essen
(Text: C.Grieger © 06.06.26)



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