Beschreibung
Radix petroselini conc.
Petersilienwurzel
Familie: Doldenblütler
Wissenschaftlicher Name: Petroselinum crispum subsp. tuberosum
Volkstümliche Namen: Wurzelpetersilie, Knollenpetersilie, Petersilwurzel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl (u. a. Apiol und Myristicin), Flavonoide, Polyacetylene, Mineralstoffe, natürliche Aromastoffe
Herkunft und Wissenswertes:
Die Petersilienwurzel stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum und wurde bereits vor vielen Jahrhunderten in Europa kultiviert. Im Gegensatz zur bekannten Blattpetersilie wurde sie gezielt wegen ihrer kräftigen, aromatischen Wurzel gezüchtet und gehört heute vor allem in Mittel- und Osteuropa zu den klassischen Wurzelgemüsen.
Auf den ersten Blick wird sie häufig mit Pastinake oder Petersilienwurzel verwechselt. Tatsächlich unterscheiden sich beide Pflanzen jedoch deutlich: Die Petersilienwurzel ist meist schlanker, besitzt eine feinere Schale und verströmt schon beim Anschneiden den unverwechselbaren Duft frischer Petersilie.
Besonders in der traditionellen Küche hat sie einen festen Platz. Zusammen mit Möhre, Sellerie und Lauch bildet sie das bekannte Suppengrün und verleiht Brühen, Eintöpfen und Gemüsegerichten ihr würziges, leicht süßliches Aroma. Auch geröstet aus dem Ofen oder als Püree erfreut sie sich immer größerer Beliebtheit.
Die Wurzelpetersilie ist eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr entwickelt sie ihre lange, cremeweiße Speicherwurzel, während sie im zweiten Jahr blüht und Samen bildet. Lässt man sie im Garten stehen, erscheinen im Sommer filigrane gelbgrüne Blütendolden, die zahlreiche Wildbienen, Schwebfliegen und andere nützliche Insekten anziehen.
Früher war die Petersilienwurzel auf vielen Bauernhöfen ein selbstverständlicher Bestandteil der Vorratskammer. Da sie sich gut lagern ließ, gehörte sie in den Wintermonaten zu den wichtigen Gemüsesorten und brachte auch in der kalten Jahreszeit frisches Aroma in die Küche.
Ich persönlich finde es schade, dass die Petersilienwurzel heute oft im Schatten anderer Wurzelgemüse steht. Dabei steckt in ihr so viel feines Aroma, dass schon ein kleines Stück einer Gemüsebrühe ihren ganz eigenen Charakter verleiht. Für mich gehört sie einfach zu einer richtig guten, selbst gekochten Suppe dazu.
Die Petersilienwurzel verbindet traditionelle Gemüsekultur, feines Aroma und die Vielfalt eines Kräuters, das nicht nur oberirdisch, sondern auch unter der Erde seine ganz besonderen Schätze bereithält.
„Petersilienwurzel – ein unterschätzter Klassiker, der seit Generationen mit seinem feinen Aroma begeistert.“
Zubereitung:
Für 1 Tasse werden 1 TL geschnittene Petersilienwurzel mit 250 ml Wasser angesetzt, kurz aufgekocht und anschließend etwa 10–15 Minuten ziehen gelassen. Danach abseihen und genießen.
Inverkehrbringer:
Kräuter- und Reformhaus Klocke GmbH
Kopstadtplatz 7
45127 Essen
(Text: Christin Grieger © 27.07.2026)



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