Beschreibung
Radix armoraciae conc.
Meerrettichwurzel
Familie: Kreuzblütler
Wissenschaftlicher Name: Armoracia rusticana
Volkstümliche Namen: Kren, Bauernsenf, Pfefferwurzel, Meerrettig
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Senfölglykoside, ätherische Senföle, Flavonoide, Bitterstoffe, Mineralstoffe, Vitamin C
Herkunft und Wissenswertes:
Der Meerrettich gehört zu den ältesten Kulturpflanzen Europas und wird bereits seit vielen Jahrhunderten in Bauerngärten angebaut. Seine ursprüngliche Heimat wird in Osteuropa vermutet, von wo aus er sich über den gesamten europäischen Raum verbreitete. Besonders in Deutschland, Österreich und Osteuropa gehört er bis heute zu den traditionellen Würzpflanzen.
Auf den ersten Blick wirkt die Meerrettichpflanze eher unscheinbar. Unter der Erde verbirgt sich jedoch ihre eigentliche Besonderheit: eine kräftige, lange Pfahlwurzel, die für ihr intensives Aroma bekannt ist. Erst beim Reiben oder Anschneiden entfaltet sich der typisch scharfe Duft, der vielen sofort in die Nase steigt.
Verantwortlich dafür sind die natürlichen Senfölglykoside. Sie bleiben in der unversehrten Wurzel weitgehend geruchslos und entwickeln ihr charakteristisches Aroma erst durch das Zerkleinern der Pflanze – ein faszinierender natürlicher Schutzmechanismus.
In Österreich kennt man Meerrettich vor allem unter dem Namen „Kren“. Dort gehört er traditionell zu vielen regionalen Spezialitäten und ist ein fester Bestandteil der Esskultur.
Die Pflanze selbst kann erstaunlich groß werden und bildet im Sommer elegante weiße Blütenstände. Wer Meerrettich im Garten anbaut, sollte ihm ausreichend Platz geben, denn er ist sehr ausdauernd und treibt aus kleinen Wurzelstücken immer wieder neu aus.
Ich persönlich finde Meerrettich eine der spannendsten Wurzeln überhaupt. Von außen wirkt sie unscheinbar, doch sobald man sie frisch reibt, zeigt sie sofort ihren unverwechselbaren Charakter.
Meerrettich verbindet traditionelle Gartenkultur mit kräftiger Würze und gehört zu den Pflanzen, die seit Generationen ihren festen Platz in europäischen Küchen haben.
„Meerrettich – unscheinbar im Boden, beeindruckend im Aroma.“
Zubereitung:
Für 1 Tasse werden 1 EL geschnittene Meerrettichwurzel mit 250 ml heißem Wasser übergossen und etwa 5–8 Minuten ziehen gelassen. Anschließend abseihen und genießen.
Hinweis:
Die frische Wurzel besitzt ein deutlich intensiveres Aroma als getrockneter Meerrettich und sollte beim Reiben vorsichtig verarbeitet werden.
Inverkehrbringer:
Kräuter- und Reformhaus Klocke GmbH
Kopstadtplatz 7
45127 Essen
(Text: C.Grieger © 30.05.2026)



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