Beschreibung
Herba linariae conc.
Leinkraut
Familie: Wegerichgewächse
Wissenschaftlicher Name: Linaria vulgaris
Volkstümliche Namen: Frauenflachs, Gelbes Leinkraut, Löwenmaul des Feldes, Wildes Löwenmaul, Flachskraut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blüten
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Pektine, organische Säuren
Herkunft und Wissenswertes:
Das Leinkraut ist in Europa und Teilen Asiens heimisch und wächst bevorzugt an Wegrändern, Böschungen, Bahndämmen und sonnigen Wiesen. Mit seinen leuchtend gelben Blüten, die an kleine Löwenmäulchen erinnern, fällt die Pflanze sofort ins Auge und bringt von Juni bis weit in den Herbst hinein Farbe in die Landschaft.
Seinen Namen verdankt das Leinkraut der Ähnlichkeit seiner schmalen Blätter mit den Blättern des Flachses. Tatsächlich wurde die Pflanze früher häufig in der Nähe von Lein- und Flachsfeldern entdeckt, weshalb sich der Name im Volksmund etablierte.
Besonders spannend finde ich die Blütenform: Das Leinkraut gehört zu den Pflanzen, die von bestimmten Insekten besonders geschickt „geöffnet“ werden müssen. Vor allem Hummeln gelangen an den Nektar, indem sie die Blütenlippe mit etwas Kraft aufdrücken – eine faszinierende kleine Zusammenarbeit zwischen Pflanze und Bestäuber.
Obwohl das Leinkraut so filigran wirkt, ist es erstaunlich robust. Es kommt mit trockenen Böden gut zurecht und breitet sich oft dort aus, wo andere Pflanzen kaum noch wachsen möchten. Dadurch gilt es als typische Pionierpflanze.
Früher war Leinkraut deutlich bekannter und wurde in Bauerngärten sowie Kräuterbüchern häufiger erwähnt. Heute nimmt man es oft nur noch am Wegesrand wahr, obwohl seine Blüten zu den schönsten Wildblumen des Sommers gehören.
Ich persönlich liebe Leinkraut besonders wegen seiner kräftig gelben Farbe – wenn die Sonne darauf scheint, leuchten die kleinen Blüten fast wie winzige Goldpunkte zwischen Gräsern und Wiesenpflanzen.
Leinkraut verbindet wilde Natürlichkeit mit einer fast verspielten Eleganz und erinnert daran, wie schön selbst unscheinbare Wegesrandpflanzen sein können.
„Leinkraut – wild, sonnengelb und voller Sommergefühl.“
Zubereitung:
Für 1 Tasse werden 1–2 TL getrocknetes Leinkraut mit 250 ml heißem Wasser übergossen und etwa 10 Minuten ziehen gelassen. Anschließend abseihen und warm genießen.
Inverkehrbringer:
Kräuter- und Reformhaus Klocke GmbH
Kopstadtplatz 7
45127 Essen
(Text: Christin Grieger© 17.05.2026)



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