Beschreibung
Folia ribis nigri conc.
Schwarze Johannisbeerblätter
Ribes Familie (Grossulariaceae)
Wissenschaftlicher Name: Ribes nigrum
Volkstümlicher Name: Ahlbeerblätter, Bocksbeerblätter, Gichtbeerblätter, Wanzenbeerblätter
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Herkunft und Wissenswertes: Die ursprüngliche Heimat der Schwarzen Johannisbeere wird in europäisch-asiatischen Waldgebieten vermutet und die Gebirge Persiens. Nachweislich ist bekannt das die Araber aus den Blättern einen Sirup bereiteten, den sie als Arzneimittel benutzten.
Früher waren die Blätter auch ein wichtiger Ersatz für Schwarzen und Grünen Tee. „Ein durchaus trinkbarer ´englischer Tee` lässt sich aus
Weissdorn,
Salbei,
Zitronenmelisse,
Waldmeister und
schwarzen Johannisbeerblättern als Geschmacksgeber bereiten und ähnelt somit dem Geschmack von Ceylon-Tee.“ Dorothy Hartman
Junge Johannisbeerblätter sind eiweißreich und besitzen einen leicht pilzaromatischen, erfrischenden, süß-säuerlichen Geschmack und sind deshalb sehr gut für die Küche geeignet, als Beigabe für Rohkostsalate, Suppen und Gemüsefüllungen.
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Kämpferol, Delphinidin, Proanthocyanidine, Gerbstoffe, Phenolsäure, Phenolcarbonsäuren, ätherische Öle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie z.B. Omega 3, Linolensäure, ALA etc., Vitamin C
Wissenswertes / Herkunft: Die Blätter der Schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum) haben eine vergleichsweise junge Geschichte in der europäischen Kräuterkunde. Erste Erwähnungen finden sich im 16. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Signaturlehre, woraufhin sich die Pflanze in Mitteleuropa weiter verbreitete und zunehmend Beachtung fand.
Historisch wurde die Pflanze von verschiedenen Heilkundigen beschrieben, darunter auch Petrus Forestus, der sich mit den Eigenschaften der Blätter und ihrer traditionellen Anwendung im Rahmen damaliger Kräuterlehren beschäftigte.
Hildegard von Bingen bezeichnete den Schwarzen Johannisbeerstrauch als „Gichtbaum“ und erwähnte die Verwendung der Blätter als Tee in verschiedenen Zusammenhängen innerhalb der damaligen Naturheilkunde.
Im Laufe der Zeit wurden die Blätter auch wissenschaftlich betrachtet. Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur untersuchte die Inhaltsstoffe, insbesondere den Gehalt an Flavonoiden, und dokumentierte verschiedene pharmakologisch relevante Eigenschaften auf zellulärer Ebene in Laborstudien.
Kräuterzubereitungen aus Schwarzen Johannisbeerblättern werden traditionell im Rahmen pflanzlicher Teeanwendungen genutzt und sind Teil der europäischen Kräutertradition.
Zubereitung: 250ml siedendes Wasser wird mit 1EL getrockneten Johannisbeerblätter übergossen und 10min ziehen gelassen. Anschließend abseihen und 1-3 Tassen in einer ruhigen Umgebung und in kleinen Schlucken genießen.
Inverkehrbringer: Kräuter- und Reformhaus Klocke GmbH Kopstadtplatz 7 45127 Essen
(Text: Christin Grieger © 01.06.2023)
Inverkehrbringer: Kräuter- und Reformhaus Klocke GmbH Kopstadtplatz 7 45127 Essen
(Text: Christin Grieger © 03.10.2022)



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