Schwedenbitter Anwendung

Kräuter mit langer Tradition

Die segensreichen Kräuter im Schwedenbitter haben eine sehr lange
Tradition, das Rezept soll mindestens bis auf das 17.
Jahrhundert zurückgehen
. Damals entdeckte der schwedische Arzt Dr.
Samst die Kräutermixtur. Dass die Schwedenbitter Anwendung tatsächlich
segensreich ist, bewies der Kräuterarzt selbst, indem er das stolze
Alter von 104 Jahren erreichte, zu damaligen Zeiten gleichsam eine
Sensation. Richtig bekannt geworden ist der Schwedenbitter erst später
durch die berühmte Kräuterfrau Maria Treben. Manche Experten
schreiben die Entdeckung der Schwedenbitter-Rezeptur aber auch dem
Naturheilkundler Paracelsus zu, der bereits im 16. Jahrhundert tätig
war. Dieser wiederum soll die Mixtur in Quellen der alten Ägypter
gefunden haben. In jedem Fall haben sich die bitteren Kräuter schon
sehr lange bewährt. Bereits die klangovllen Beinamen des
Schnapses, wie ‚Langes Leben Elixier‘ oder ‚Universaltropfen‘
deuten
auf seine vielfältige Wirkkraft hin. Die Schwedenbitter Anwendung kennt
denn auch beinahe ungezählte Indikationen. Man kann die alkoholische
Kräutermixtur sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden.

schwedenbitter

Innerliche Schwedenbitter Anwendung

Die innerliche Anwendung kann als regelmäßige Kur oder bei akuten
Beschwerden erfolgen. Dafür nimmt man jeweils morgens und abends etwa
eine halbe Stunde nach den Mahlzeiten einen Teelöffel
unverdünnten Schwedenbitter
zu sich. Die Dosis kann im Bedarfsfall auf
bis zu drei Teelöffel gesteigert werden. Alternativ werden die
alkoholischen Kräuter gegebenenfalls auch verdünnt genossen, mit
einem Achtel Liter Wasser oder Kräutertee
.

Indikationen für die innerliche Schwedenbitter Anwendung: Innerlich
angewandt helfen die Kräuter bei Beschwerden, die durch Viren,
Bakterien, Pilze oder Mikroparasiten hervorgerufen werden
. Es gibt
kaum ein Symptom, für das noch keine heilsame Wirkung der
Schwedenkräuter beschrieben wurde. Hier die wichtigsten
Anwendungsgebiete.

  • Fieber
  • Erkältung oder grippale Infekte
  • Würmer
  • Borreliose
  • Ohrensausen oder –schmerzen
  • Schwerhörigkeit
  • Schwindel
  • Entzündungen der Nebenhöhlen und des Mundes
  • Halsschmerzen und Mandelentzündung
  • Lungen- und Herzschwäche
  • Kreislaufbeschwerden
  • Durchblutungsstörungen
  • Anämie
  • Krampfadern
  • Appetitlosigkeit
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Diabetes
  • Leber- und Gallenbeschwerden
  • Verdauungsbeschwerden
  • Übergewicht
  • Frauenleiden wie Zyklusstörungen oder Menstruationsbeschwerden
  • Epilepsie
  • Nervosität
  • Schlaflosigkeit
  • Erschöpfungszustände
  • Depressionen

Äußerliche Schwedenbitter Anwendung

Bei der äußerlichen Anwendung von Schwedenbitter kann es zu
Hautreizungen und –verfärbungen kommen. Der hochprozentige Alkohol kann
auf der Haut unangenehm sein und sogar Schmerzen auslösen. Dennoch sind
die Kräuter auch äußerlich angewandt sehr effektiv, man sollte
die Behandlung auf der Haut jedoch mit der gegebenen Vorsicht
durchführen
. Zum Betupfen von Wunden oder dem Zahnfleisch können die
Schwedenkräuter unverdünnt angewandt werden, beim Herstellen von
Umschlägen verwendet man sie jedoch verdünnt mit Wasser
. Vor dem
Auflegen des Umschlages fettet man die entsprechende Stelle gut mit
Vaseline oder Ringelblumensalbe ein, da die Haut durch den Alkohol sehr
leicht austrocknen kann. Um den Umschlag herum sollte man unbedingt
eine Lage Plastikfolie wickeln, damit nichts verfärbt werden kann. Am
besten gibt man zum Schluss noch warme Tücher auf den Umschlag und
lässt ihn dann zwei bis vier Stunden einwirken. Anfangs beginnt man am
besten mit kürzeren Einwirkzeiten, denn nicht jeder verträgt die
reizende Tinktur längere Zeit auf der Haut. Wer es verträgt, kann einen
Umschlag mit Schwedenbitter aber auch über Nacht wirken lassen. Nach
der Anwendung sollte man die Haut abschließend mit einem Puder
behandeln.

Indikationen für die äußerliche Schwedenbitter Anwendung: Umschläge mit
Schwedenkräutern können nicht nur bei sichtbaren Problemen der
Haut helfen
, auch Schmerzen, deren Ursache weiter in der Tiefe liegen,
können damit erfolgreich behandelt werden. Die Liste der äußerlichen
Indikationen ist ebenfalls sehr lang, hier seien nur die wichtigsten
Anwendungsgebiete genannt.

  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Hautverletzungen und Wunden aller Art
  • Insektenstiche
  • Narben
  • Hautausschläge
  • Aphten und Zungenbläschen
  • Akne
  • Fisteln und Furunkel
  • Neurodermitis
  • Hühneraugen
  • Warzen
  • Hämorrhoiden
  • Cellulite
  • Erfrierungen
  • Muskelverspannungen und –zerrungen
  • Schleimbeutelentzündung
  • Arthrose
  • Rheuma
  • Ödeme
  • Gelenkentzündungen

Schwedenbitter selbst anrühren

Die segensreichen Schwedenkräuter kann man sich zu Hause
auch selbst anrühren. Als Basis verwendet man Korn- oder Obstbranntwein
mit einem Alkoholgehalt von 38 Prozent. Davon füllt man die
entsprechende Menge Wasser in eine Flasche mit breitem Hals. Darin
setzt man die Kräutermischung nun an und stellt die Flasche zwei Wochen
lang an einen warmen und hellen Standort. Die Kräuter täglich umrühren.
Danach wird der Schwedenbitter abgeseiht und ist bereit zur
segensreichen Anwendung.

schwedenbitter_rezeptur

Hier die kleine und die große Kräuterrezeptur:

Die Kleine Kräuterrezeptur

  • 10 Gramm Aloe vera, Enzianwurzel oder Wermutpulver
  • 5 Gramm Myrrhe
  • 0,2 Gramm Safran
  • 10 Gramm Sennesblätter
  • 10 Gramm Kampfer
  • 10 Gramm Zitwerwurzel
  • 10 Gramm Manna
  • 5 Gramm Eberwurzel
  • 10 Gramm Angelikawurzel
  • 10 Gramm Rhabarberwurzel
  • 10 Gramm Theriak venezian

Die Große Kräuterrezeptur

  • 26 Gramm Wermut
  • 13 Gramm Myrrhe
  • 1 Gramm Safran
  • 2 Gramm Sennesblätter
  • 2 Gramm Kampfer
  • 9 Gramm Zitwerwurzel
  • 4 Gramm Eberwurzel
  • 7 Gramm Angelikawurzel
  • 18 Gramm Rhabarberwurzel
  • 18 Gramm Theriak venezian
  • 35 Gramm Muskatbohne
  • 18 Gramm Kalmus
  • 7 Gramm Enzianwurzel
  • 5 Gramm Lärchenschwamm
  • 2 Gramm Tormentill
  • 2 Gramm Bibergail
  • 2 Gramm Muskatblüte
  • 5 Gramm Roter Ton
  • 7 Gramm Kieselerde

Klein und stark oder groß und mild

Die Unterschiede zwischen der kleinen und der großen
Kräutermischung liegen vor allem in der Intensität
. Der kleine
Schwedenbitter wirkt intensiver
, seine Anwendung kann wegen des hohen
Kampfergehaltes für besonders empfindliche Menschen aber manchmal
problematisch sein. Diese greifen dann lieber zur großen Mischung,
wegen ihrer verstärkt krampflösenden Wirkung ist diese auch bei
Verdauungsproblemen besser verträglich. Der Große hat einen geringeren
Kampferanteil, beinhaltet dafür aber mehr entzündungshemmende Kräuter.
Der Kleine wird von Menschen bevorzugt, die einen sehr hohen
Wirkungsgrad erwarten.

schwedenbitter in der Natur